Gira-Girô TanzTheater wurde 1996 von Mônica Santos gegründet. Aus dem ursprünglich als einmalige
Arbeit geplanten Projekt mit achtköpfigem Ensemble ging im März 1996 Mônica Santos' erste Produktion
"Zwei Zentimeter neben den Wolken" hervor.
Das Tanztheaterstück führt das Publikum auf eine Brasilienreise, wie sie wohl von keinem Reisebüro
angeboten wird: In knapp sechzig Minuten mit etlichen Zwischenstopps wird ein allseits bekanntes -und doch so
unbekanntes- Land vom Zuschauer quasi hautnah mitentdeckt, der berühmte Zuckerhut tritt unvermittelt in
den belanglosen Hintergrund, jedoch nur, um im nächsten Moment wieder seine fragwürdige Hauptrolle zu spielen.
Illusion und Realität wechseln sich in den einzelnen Szenen -fast wie im richtigen Leben- erschreckend
kontinuierlich ab. Was am Ende bleibt, ist die ständige Suche nach etwas Neuem, der Wunsch, mit den Wolken
zu ziehen, der uns irgendwohin führt, wo wir alles finden, was wir uns erträumen -vielleicht auch einmal mehr,
als nur der Wunsch, endlich Karneval in Rio zu erleben?!
Vielleicht versuchen wir auch erst einmal, zwei Zentimeter neben den Wolken zu ziehen...
Das Erlebnis "BrasiliennichtPauschalreise" ist mit stark brasilianisch beinflussten
Musiksequenzen untermalt und von einer Mischung aus Elementen des Contemporary und des brasilianischen
Tanzes geprägt.
- Gefördert vom Kulturamt der Stadt Bonn -
Die folgende Produktion "How to talk to f." wurde im Januar 1997 uraufgeführt.
"Es scheint an der Zeit, sich um den Seelenzustand der weiblichen Bevölkerung ernsthafte Gedanken
zu machen. Entweder treiben sie auf kürzestem Wege dem Wahnsinn zu oder sie haben den Ballast des
Alltags bereits hinter sich gelassen" [...] Bonner General-Anzeiger über How to talk to f.
"Freiheit als Spiegel (nur?) der Weiblichkeit" ist das Thema, welches Mônica Santos
in dieser Produktion auf ihre Art vorstellt. Fünf verschiedene Frauen und ein gemeinsames Spiel:
Spielzeit = Jederzeit
Gewinner = Verlierer
Verlierer = Gewinner
Spielregeln = Bekannt
Ziel = Lust?
Nach diesem Motto bringt Mônica Santos zusammen mit ihren vier Tänzerinnen spezifische
Momentaufnahmen aus dem Leben der Frau (?) auf die Bühne. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht
auf grossen Gefühlen, sondern vielmehr auf den vielen kleinen, unbeobachteten Augenblicken.
Die einzelnen Szenen sind durchweg aus dem Leben gegriffen, der Wiedererkennungseffekt ist groß,
und durch die gehörige Portion Selbstironie, welche alle Darstellerinnen herüberbringen, entlockt
das Stück selbst prüdesten Zuschauern wenigstens ein heimliches Schmunzeln.
Ein Tanztheaterstück, das ganz und gar nicht nur für Frauen gemacht wurde!
- Gefördert vom Fonds Darstellende Künste e.V. und vom Kulturamt der Stadt Bonn -
Weitere Produktionen
- Bandolins - 1998 São Paulo - Brasilien
- Br00-5 - 2000 (anlässlich der 500 Jahr-Feier Brasiliens)
- Naiá die Seerose - Ein Tanzstück für Kinder - 2002
- Esfera - 1. Platz beim Tanzwettbewerb "Fest Dança" (Campos do Jordão - Brasilien) - 2003
- Satisfação - 2004 - Brasilien - Ein Solostück
- Fé - Teil I
- Fé - A procissão - Teil II
Performance in Zusammenarbeit mit der brasilianischen Fotografin Lene
Pampolha, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "A Procissão do Círio de Nazaré", 05. Mai 2005 im Frauenmuseum Bonn
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